Edge Rewrite
// HTMLRewriter · presentation

This page was redesigned at the edge.

Cloudflare fetched the original article and streamed it through HTMLRewriter to apply an entirely new visual system without rebuilding the source page.

Jump to content

Draft:Jasmin Glaab

From Wikipedia, the free encyclopedia

Jasmin Glaab

[edit]

Jasmin Glaab ist eine Schweizer Kuratorin, Kunstmanagerin und Galeristin. Sie ist Gründerin der Artist-Run-Initiative kunsthallekleinbasel in Basel sowie der Galerie Glaab in Bern. Zudem ist sie Gründerin von Glaab Fine Art, einem auf Kunstmanagement und Kunstberatung ausgerichteten Unternehmen. Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt auf der Vermittlung, Förderung und kunsthistorischen Neubewertung von Künstlerinnen.

Leben und Ausbildung

[edit]

Jasmin Glaab studierte Bildende Kunst sowie Curatorial Studies und Kunstmanagement in Basel, Zürich und Berlin. Darüber hinaus beschäftigte sie sich mit der Verwaltung und Betreuung von Künstlernachlässen. Nach eigener Darstellung verfügt sie über langjährige Erfahrung in der administrativen und operativen Leitung von Künstlerstudios und Galerien sowie in der Zusammenarbeit mit Kunstinstitutionen, Kunstmessen und privaten Sammlungen.

Seit den 2010er-Jahren ist Glaab im Kunstbetrieb tätig. Ihre Arbeitsfelder umfassen unter anderem Kuratieren, Ausstellungsorganisation, Kunstmanagement, Katalogisierung, Nachlassbetreuung, Kunstvermittlung und Beratung.

kunsthallekleinbasel

[edit]

2014 gründete Glaab in Basel die Artist-Run-Initiative kunsthallekleinbasel. Das Projekt entstand zunächst in einer bewohnten Erdgeschosswohnung im Kleinbasel und entwickelte sich zu einem unabhängigen Ausstellungs- und Veranstaltungsort.

Die kunsthallekleinbasel arbeitete mit Künstlerinnen und Künstlern, Kuratorinnen und Kuratoren sowie weiteren Kulturschaffenden zusammen. Nach Angaben Glaabs wurden zwischen 2014 und 2021 mehr als 50 Ausstellungen mit über 100 unabhängigen Künstlerinnen und Künstlern sowie Kunstschaffenden realisiert. Ergänzend fanden Performances, Konzerte, Vermittlungs- und Netzwerkveranstaltungen statt.

2015 organisierte die kunsthallekleinbasel die Gruppenausstellung ∑ (Summe), an der sich mehr als 20 Basler Projekträume beteiligten. Die Veranstaltung diente zugleich dem Austausch über die Funktion und Entwicklung unabhängiger Kunsträume.

Im Rahmen der Kunsttage Basel wurde die kunsthallekleinbasel 2020 als Artist-Run-Initiative und unabhängiger Projektraum vorgestellt.

2021 wurde im Rahmen der Kunsttage Basel die Ausstellung The Artist's Absence mit performativen Arbeiten von Glaab präsentiert.

Glaab war bei der kunsthallekleinbasel als Gründerin, Kuratorin und organisatorische Leiterin tätig. Die Initiative wurde nach sieben Jahren 2021 beendet.

Glaab Fine Art

[edit]

2012 gründete Glaab das Unternehmen Glaab Fine Art, das heute unter der Bezeichnung GLAAB FINE ART by Glaab Gallery & Management in Bern geführt wird. Das Unternehmen ist auf Kunstmanagement, Kunstberatung und die organisatorische Betreuung von Künstlerinnen und Künstlern, Sammlungen, Galerien und Institutionen ausgerichtet.

Zu den Tätigkeitsbereichen gehören unter anderem Projekt- und Galeriemanagement, Ausstellungsorganisation, Katalogisierung, Nachlassverwaltung und die Vermittlung von Kunstwerken. Glaab arbeitet dabei sowohl mit zeitgenössischer als auch mit historischer Kunst.

Galerie Glaab

[edit]

2022 gründete Glaab in Bern die Galerie Glaab. Die Galerie konzentriert sich ausschließlich auf Kunst von Künstlerinnen und verbindet zeitgenössische Positionen mit Werken des 20. Jahrhunderts sowie historischen Positionen.

Das Programm umfasst Künstlerinnen unterschiedlicher Generationen, Nationalitäten und Medien. Zu den von der Galerie vertretenen beziehungsweise präsentierten Künstlerinnen gehören unter anderem Miriam Cahn, Méret Oppenheim und Lill Tschudi.

Ein Schwerpunkt der Galerie liegt auf Künstlerinnen, deren Werk in der Kunstgeschichte oder auf dem Kunstmarkt weniger stark berücksichtigt wurde. Dabei verbindet Glaab die Präsentation zeitgenössischer Kunst mit der Wiederentdeckung historischer Positionen.

Glaab beschreibt die Tätigkeit der Galerie als Beitrag zur stärkeren Sichtbarkeit von Künstlerinnen in Ausstellungen, Sammlungen und auf dem Kunstmarkt. In einem 2025 veröffentlichten Beitrag von Artsy wurde die Galerie im Zusammenhang mit internationalen, von Frauen geführten Galerien vorgestellt, die sich der Förderung bislang unterrepräsentierter Künstlerinnen widmen.

Künstlerinnen und Kunstgeschichte

[edit]

Ein wiederkehrendes Thema in Glaabs kuratorischer Arbeit ist die historische und gegenwärtige Unterrepräsentation von Künstlerinnen. 2023 veröffentlichte sie den Essay On the Representation of Female Artists, in dem sie sich mit der Präsenz von Künstlerinnen in Museen, öffentlichen Sammlungen, Hochschulen und dem Kunstmarkt auseinandersetzt.

Ihre Galeriearbeit verbindet diese kunsthistorische Perspektive mit dem Kunsthandel. Neben zeitgenössischen Positionen präsentiert Glaab historische Künstlerinnen und arbeitet mit Nachlässen, Archiven und kunsthistorischen Quellen.

Ein Beispiel dafür ist die Beschäftigung mit der Schweizer Künstlerin Lill Tschudi (1911–2004). Artsy berichtete 2025 über Glaabs Arbeit mit Tschudis Werk und über ihre Bemühungen, ein Netzwerk aus Institutionen und Kunsthistorikern zur weiteren Erforschung und Vermittlung des Werks aufzubauen.

Auch das Werk von Marguerite Frey-Surbek (1886–1981) wurde in einer Ausstellung der Galerie Glaab 2024 präsentiert. Die Ausstellung wurde im Bund beziehungsweise in der Berner Zeitung besprochen und thematisierte die Stellung Frey-Surbeks innerhalb der Schweizer Kunstgeschichte.

Ausstellungen und Messen

[edit]

Unter Glaabs Leitung beteiligt sich die Galerie Glaab an Ausstellungen und Kunstmessen in der Schweiz. Zu den Veranstaltungen gehören unter anderem der Art Salon Zürich und die photo basel.

2026 präsentierte die Galerie auf der photo basel die Ausstellung FEMALE ARTISTS – PHOTOGRAPHY AND BEYOND. Gezeigt wurden unter anderem Arbeiten von Marina Abramović, Arvida Byström, Sophie Calle, Imogen Cunningham, Saeko Ehara, Nan Goldin, Anne Imhof, ORLAN und Xiao Hui Wang.

Das Programm der Galerie umfasst dabei sowohl Fotografie als auch Druckgrafik, Malerei, Performance und andere bildbasierte Medien. Die Ausstellungen setzen sich häufig mit Fragen von Identität, Körper, Gender, Selbstinszenierung und gesellschaftlicher Teilhabe auseinander.

Ausstellungen zur weiblichen Kunstgeschichte

[edit]

Ein weiterer Schwerpunkt von Glaabs Arbeit ist die Verbindung verschiedener Generationen von Künstlerinnen. Das Ausstellungsprogramm Female Artists Since 1700 stellt Künstlerinnen aus unterschiedlichen Jahrhunderten und kunsthistorischen Zusammenhängen einander gegenüber.

Die Galerie versteht solche Ausstellungen als Versuch, die Geschichte der Kunst stärker aus der Perspektive von Künstlerinnen zu betrachten und historische Kontinuitäten zwischen älteren und zeitgenössischen Positionen sichtbar zu machen.

2025/26 präsentierte die Galerie zudem die Ausstellung Women Depict Women. 1925–2025, die Selbstporträts und Darstellungen von Frauen durch Künstlerinnen aus einem Zeitraum von hundert Jahren zusammenführte. Zu den vertretenen Künstlerinnen gehörten unter anderem Sophie Calle, Tracey Emin, Miriam Cahn und Nan Goldin.

2026 folgte die Ausstellung ORLAN – Je t’autorise à être moi, je m’autorise à être toi mit Arbeiten der französischen Künstlerin ORLAN.

Kunstmarkt und Kunstvermittlung

[edit]

Neben ihrer kuratorischen Tätigkeit arbeitet Glaab als Kunstberaterin und Kunsthändlerin. Sie berät private und institutionelle Sammler und vermittelt Werke sowohl des Primär- als auch des Sekundärmarktes.

Die Galerie Glaab verbindet dabei kunsthistorische Recherche mit dem internationalen Kunsthandel. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Provenienz, Werkgeschichte und der langfristigen Vermittlung von Künstlerinnen.

In Interviews betonte Glaab zudem die Bedeutung weiblicher Sammlerinnen und die ökonomische Dimension der Unterrepräsentation von Künstlerinnen. Die Berner Zeitung und Der Bund berichteten 2024 über ihre Arbeit und ihre Position, Frauen stärker zum Sammeln von Kunst zu motivieren.

Öffentliche Wahrnehmung

[edit]

Glaabs Tätigkeit wurde seit der Gründung der Galerie Glaab von verschiedenen Schweizer und internationalen Kunst- und Kulturmedien aufgegriffen.

Im Januar 2024 berichteten Berner Zeitung und Der Bund über die Eröffnung und das Programm der Galerie Glaab.

Im Oktober 2024 stellte das Schweizer Radio und Fernsehen Glaab im Rahmen der Sendung Kultur kompakt als Galeristin der ausschließlich Kunst von Frauen präsentierenden Galerie Glaab vor.

2025 widmete Artsy Glaab einen eigenen Beitrag über von Frauen geführte Galerien, die sich der Förderung übersehener beziehungsweise unterrepräsentierter Künstlerinnen widmen.

2026 berichtete die Berner Kulturagenda über das Berner Galerienwochenende und stellte Glaab als Galeristin vor, deren Galerie ausschließlich Werke von Künstlerinnen zeigt. Im Mittelpunkt stand die Ausstellung Women Depict Women. 1925–2025.

Verein Berner Galerien

[edit]

Seit 2024 ist Glaab Vorstandsmitglied und Vizepräsidentin des Vereins Berner Galerien. Der Verein vertritt Galerien der Stadt Bern und setzt sich für die Vermittlung zeitgenössischer Kunst und die Zusammenarbeit innerhalb des Berner Galerienbetriebs ein.

Kuratorische Position

[edit]

Glaabs Arbeit verbindet mehrere Bereiche des Kunstbetriebs: kuratorische Tätigkeit, Kunstmanagement, Kunsthandel, Künstlernachlass- und Archivarbeit sowie Kunstvermittlung.

Während ihre frühe Tätigkeit mit der kunsthallekleinbasel insbesondere von unabhängigen Ausstellungsformaten und der Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern geprägt war, liegt der Schwerpunkt ihrer späteren Tätigkeit zunehmend auf der Verbindung von Kunsthandel und kunsthistorischer Forschung. Mit der Galerie Glaab konzentriert sie diese Arbeit auf Kunst von Künstlerinnen und die Frage ihrer historischen, institutionellen und ökonomischen Sichtbarkeit.

Literatur und Quellen

[edit]
  • Maxwell Rabb: „These 5 Women-Led Galleries Are Championing Overlooked Women Artists“. Artsy, 3. März 2025.
  • „Blick in die Feuilletons mit Jasmin Glaab“. Schweizer Radio und Fernsehen, 3. Oktober 2024.
  • Helen Lagger: „Marguerite Frey-Surbek: Ausstellung in der Galerie Glaab“. Der Bund, 19. September 2024.
  • „Ich möchte Frauen zum Kunstsammeln anregen“. Berner Zeitung / Der Bund, 29. Januar 2024.
  • Susanne Leuenberger: „Das entwendete Krönchen“. Berner Kulturagenda, 11. Januar 2026.
  • Kunsttage Basel: „The Curator is Present“, 2020.
  • Schweizerische Nationalbibliothek: Nachweise zu Publikationen der kunsthallekleinbasel.
[edit]
  • Galerie Glaab
  • Glaab Fine Art
  • Jasmin Glaab – persönliche Website

References

[edit]