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Draft:Plattform fteval

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fteval (Kurzform von Österreichische Plattform für Forschungs- und Technologiepolitikevaluierung) ist ein 1996 gegründeter österreichischer Zusammenschluss von Institutionen, die im Bereich der Evaluierung von Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik (FTI-Politik) tätig sind. Die Plattform ist seit 2006 als Verein organisiert und hatte 2025 28 institutionelle Mitglieder.[1].

Geschichte

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fteval wurde 1996 gegründet, um zu mehr Evidenzbasierung in der österreichischen Forschungs- und Technologiepolitik beizutragen. Auslöser war laut Angaben der Plattform der kurz zuvor erfolgte Beitritt Österreichs zur Europäischen Union, der die Ausrichtung an europäischen Evaluierungsstandards notwendig machte[2]. Die Tätigkeit begann als loses Netzwerk mit einem Newsletter und einer informellen Veranstaltungsreihe; der Newsletter entwickelte sich später zum fteval Journal for Research and Technology Policy Evaluation[3]. 2002 begann mit der Institutionalisierung der Plattform die gemeinsame Erarbeitung verbindlicher Evaluierungsstandards durch die Mitgliedsorganisationen; seit 2006 ist fteval als Verein organisiert[3].

Mitglieder und Struktur

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Der Plattform gehören (Stand 2025) 28 institutionelle Mitglieder aus drei Gruppen an[1]:

  • Auftraggebende von Evaluierungen, etwa Ministerien und Forschungsförderungsagenturen,
  • Durchführende von Evaluierungen, etwa Forschungseinrichtungen und Consultancies,
  • Intermediäre, darunter die Österreichische Akademie der Wissenschaften, der FORWIT (vormals Rat für Forschung und Technologieentwicklung) und die AQ Austria (Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria).

Nach Angaben des damaligen fteval-Geschäftsführers Klaus Schuch (ZSI – Zentrum für Soziale Innovation) ist es österreich- und weltweit ungewöhnlich, dass neben Förderagenturen und Evaluierungsanbietern auch Ministerien selbst Mitglied der Plattform sind[2]. Die Plattform selbst führt keine Evaluierungen durch und diskutiert keine laufenden oder geplanten Einzelevaluierungen; die Mitgliedsorganisationen verpflichten sich zu einem gemeinsamen Verhaltenskodex[2].

Schuch leitete die Geschäfte der Plattform bis 2023; seither ist Isabella E. Wagner Geschäftsführerin[4]

Vorstand und Geschäftsführung (2024–2026):[3]

  • Obfrau: Sonja Sheikh
  • Obfrau-Stellvertreterin: Birgit Woitech
  • Schriftführerin: Verena Régent
  • Kassier: Leonhard Jörg
  • Vorstandsmitglied: Jürgen Janger
  • Geschäftsführerin: Isabella E. Wagner[4]

Aufgaben und Aktivitäten

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fteval Journal

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Aus dem ursprünglichen Newsletter entstand das fteval Journal for Research and Technology Policy Evaluation, in dem praxisnahe und wissenschaftliche Beiträge zur FTI-Politikevaluierung erscheinen. Bis 2025 wurden mehr als 50 Ausgaben mit über 200 Artikeln, überwiegend in englischer Sprache, veröffentlicht.[3]

Standards

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Die fteval Standards der Evaluierung in der Forschungs- und Technologiepolitik wurden von den Mitgliedsorganisationen gemeinsam erarbeitet und dienen als verbindlicher Referenzrahmen für Auftraggebende, Evaluierende und Evaluierte. Sie wurden 2018 überarbeitet und erweitert.[3]

Repositorium

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Im fteval Repositorium veröffentlicht die Plattform österreichische Evaluierungsberichte, Studien und Strategiedokumente aus dem FTI-Bereich; 2025 waren dort über 600 Dokumente frei zugänglich.[3]

Internationale Konferenzen

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Gemeinsam mit internationalen Partnern veranstaltet fteval in mehrjährigem Rhythmus Konferenzen zur Evaluierung von FTI-Politik. 2006 fand die Open-Evaluation-Konferenz mit rund 60 Vortragenden und 250 Teilnehmenden statt. 2018 richtete fteval im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft die Konferenz „Impact of Research and Innovation Policy at the Crossroads of Policy Design, Implementation and Evaluation“ in Wien aus. Seit 2021 wird die Konferenzreihe unter dem Titel REvaluation Conference fortgeführt.[3]. Laut APA-Science handelt es sich dabei um die größte europäische Fachkonferenz zur Evaluierung von Forschungspolitik, die die Plattform normalerweise im Dreijahresrhythmus veranstaltet[2]

REvaluation Podcast

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Seit 2022 produziert die Plattform den Podcast REvaluation zu aktuellen Themen der Forschungspolitik und ihrer Evaluierung.[3]

Evaluation Talent Award

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Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens führte die Plattform 2021 gemeinsam mit dem damaligen Rat für Forschung und Technologieentwicklung (heute FORWIT) den Evaluation Talent Award ein, der herausragende Nachwuchsarbeiten im Bereich der FTI-Politikevaluierung auszeichnet.[2]

Rezeption

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In einer wissenschaftlichen Rückschau auf fünf Jahrzehnte Systems- und Innovationsforschung wird fteval neben der European Evaluation Society (gegründet 1992) und der DeGEval (gegründet 1997) als eine der spezialisierten Vereinigungen genannt, die sich in den 1990er Jahren etablierten; die Plattform habe sich seither zu einer paneuropäischen Ressource für Evaluierende und ihre Auftraggebenden entwickelt, unter anderem durch die systematische Sammlung von Evaluierungsberichten, das fteval Journal und die Organisation großer internationaler Evaluierungskonferenzen.[5]: 118 

Die OECD bezeichnete die Plattform in ihrem Länderbericht zur österreichischen Innovationspolitik als in dieser Form einzigartig in Europa.[6]Über die 2021 in Wien abgehaltene REvaluation Conference berichtete auch der ORF-Hörfunksender Ö1 in der Sendereihe Dimensionen.[7]

Literatur

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  • Klaus Schuch: Österreichische Plattform für Forschungs- und Technologiepolitikevaluierung (fteval). In: Zeitschrift für Evaluation. Band 13, Nr. 2, 2014, S. 395–397, waxmann.com (freier Download).
  • Isabella Wagner: Evaluierungskultur stärken: Die Arbeitsweise der Plattform fteval als Raum für Kooperation und kollektives Lernen. In: Handbuch Qualität in Studium, Lehre und Forschung. Ausgabe 95, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2026, hqsl-bibliothek.de.
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Einzelnachweise

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  1. 1 2 "Evaluierungsplattform fteval wächst gemeinsam mit der Bedeutung von Evaluation". OTS/Originaltext-Service. 2025-05-22. Retrieved 2026-07-23.
  2. 1 2 3 4 5 "Forschungspolitik unter der Lupe: Plattform fteval feiert Jubiläum". APA-Science. 2021. Retrieved 2026-07-23.
  3. 1 2 3 4 5 6 7 8 "Die Plattform". fteval. Retrieved 2026-07-23.
  4. 1 2 "Neue Geschäftsführung in der Österreichischen Plattform für Forschungs- und Technologiepolitikevaluierung (fteval)". OTS/Originaltext-Service. 2023-10-24. Retrieved 2026-07-23.
  5. ↑ Bührer, Susanne; Edler, Jakob; Kuhlmann, Stefan; Seus, Sarah (2024). "Evaluating Public Research and Innovation Policies: A Short History of Co-evolution". In Edler, Jakob; Walz, Rainer (eds.). Systems and Innovation Research in Transition. Sustainability and Innovation. Cham: Springer. pp. 107–144. doi:10.1007/978-3-031-66100-6_5.
  6. ↑ Hutschenreiter, G.; OECD (2018). OECD Reviews of Innovation Policy: Austria 2018. Paris: OECD Publishing. p. 220. doi:10.1787/9789264309470-en.
  7. ↑ Mariann Unterluggauer (2021-12-29). "Begutachtung auf dem Prüfstand. Oder: Wer evaluiert eigentlich die Evaluatoren?". Dimensionen. Ö1/ORF. Retrieved 2026-07-23.

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